Musikschule Hoyerswerda
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Reine Männerrunde beim Krokodilnachwuchs im Zoo Hoyerswerda

Antonio statt Antonia, ausschließlich Männer in der Krokobande
Antonio statt Antonia, ausschließlich Männer in der Krokobande
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Bei den kleinen kubanischen Rautenkrokodilen im Zoo Hoyerswerda wurden am Mittwoch den 19.03.2014 die Geschlechter bestimmt. „Jetzt steht fest“, so Geschäftsführerin  Carmen Lötsch, „im Sommer 2013 sind sechs männliche Rautenkrokodile geschlüpft.“

„Für uns war es bis zum Schluss spannend was bei der Geschlechtsbestimmung heraus kommen würde.“, äußerte sich Zoochefin Kathrin Witzenberger. „Wir mussten eine ganze Weile warten, bis die kleinen Krokodile groß genug waren um die Untersuchung durchzuführen, aber jetzt ist es endlich so weit. Intuitiv haben wir die kleinen Kerlchen ja immer mit den männlichen Namen bezeichnet, jetzt wissen wir, dass wir damit richtig lagen.“

Männliche und weibliche Krokodile sehen von außen identisch aus. Um das Geschlecht zu bestimmen muss man eine endoskopische Untersuchung machen. Die übernahm ein Experte in Sachen Reptilien: Dr. med. vet. Frank Mutschmann vom Exomed- Institut für veterinärmedizinische Betreuung niederer Wirbeltiere und Exoten in Berlin. Er forscht über die Geschlechtsbestimmung bei verschiedenen Krokodilarten und ist daher äußerst routiniert bei der bei Jungtieren nicht immer ganz einfachen Unterscheidung.

Anders als bei den meisten Tierarten wird das Geschlecht von Krokodilen nicht genetisch festgelegt, sondern hängt von der Umgebungstemperatur der ersten Hälfte der Embryonalentwicklung ab. Bei höheren Temperaturen schlüpfen Männchen, bei niedrigeren Weibchen. Ist die Temperatur im Gelege nicht gleichmäßig kann es auch zu einer gemischten Geschwistergruppe kommen. Die Schwellentemperatur ist bei jeder Krokodilart etwas anders und zu den Rautenkrokodilen gibt es hier bisher noch nicht viele Daten. Zwar wissen die Tierpfleger dass sie den Brutapparat auf 28°C eingestellt hatten, aber nicht welches Geschlecht hierdurch entstehen würde. Nun ist klar, bei 28°C schlüpfen durchgehend Männchen.

Somit heißen die inzwischen ca. 60 cm langen Krokodile im Zoo Hoyerswerda Fidelio, Antonio, Diego, Pedro, Jorge und Theophil. Der Krokonachwuchs ist gegenwärtig noch im Schloss im Zoo zu bestaunen. Der Zoo öffnet täglich von 10 bis 16 Uhr und mit Umstellung auf die Sommerzeit in der kommenden Woche dann von 9 bis 17 Uhr.
 

 

Ist Fidel eigentlich eine Fidelia?

Erstmals ist in Deutschland Zucht von Kuba-Krokodilen geglückt Zoom

„Fidel“ oder „Fidel Castro“? Der Zoo klärt auf, wie denn nun der exakte Name des Kuba-Krokodils lautet, welches derzeit ohne eigenes Zutun zum öffentlichen Streitthema geworden ist.

Der richtige Name des erstgeborenen Kuba-Krokodils, welcher auch in der offiziellen Tierkartei des Zoos eingetragen ist, lautet nur „Fidel“. „Wir haben einfach einen Namen gesucht, den man sofort mit Kuba, dem Herkunftsland dieser Tierart, verbindet“, äußerte Geschäftsführerin Carmen Lötsch, „einen direkten Bezug zum Diktator Fidel Castro oder gar eine Glorifizierung seiner Person hatte dabei nun wirklich keiner im Sinn.“

Da sich „Fidel“ jedoch als äußerst rüpelhaft erwiesen hat und seine Geschwister gelegentlich mit Bissen und Schlägen drangsaliert, hat er inoffiziell schon häufiger den Beinamen „Castro“ erhalten. „Damit spiele man aber vor allem auf die kritischen Aspekte der Person Fidel Castro an, so dass auch hier nicht davon gesprochen werden kann, dass dessen Taten in irgendeiner Weise verharmlost werden.“

Aus heutiger Sicht kann der Zoo noch nicht einmal sicher sagen, ob „Fidel“ der endgültige Name des Tierbabys bleibt. Denn in der offiziellen Tierkartei findet sich noch ein zweiter Name für dieses Krokodil, „Fidelia“. „Wir können aus heutiger Sicht noch nicht feststellen, ob es sich bei unseren Krokobabys um Männchen oder Weibchen handelt. Aus diesem Grund haben wir für alle Krokos einen männlichen und einen weiblichen Namen festgelegt.“, so Carmen Lötsch.

 

Geschwister-Zoff im Zoo

Wie im richtigen Leben: Der schlimmste Rüpel boxt sich nach oben. „Fidel Castro“ misst inzwischen stolze 44 Zentimeter.
Wie im richtigen Leben: Der schlimmste Rüpel boxt sich nach oben. „Fidel Castro“ misst inzwischen stolze 44 Zentimeter.
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Es geht um die Rangordnung: „Fidel Castro“ drangsaliert die Krokobande

Ist es eine besondere Form von Geschwisterliebe? Oder liegt es am Namen? „Fidel Castro“, das älteste von sieben jungen Kuba-Krokodilen im Zoo Hoyerswerda, erweist sich als ziemlicher Rüpel, verteilt reichlich Bisse, Schwanzschläge und Kopfnüsse an seine jüngeren Brüder und Schwestern. Die lassen sich das nicht aber mehr gefallen. „Fidel“ muss mittlerweile auch den einen oder anderen Hieb wegstecken.

„Vorsichtshalber haben wir die beiden Kleinsten erst gar nicht in das Terrarium im Schloss eingesetzt“, sagt Kathrin Witzenberger, zoologische Leiterin in Hoyerswerda. Ansonsten ist der Familien-Zoff bei Kuba-Krokodilen eher der Normalfall. „Die Art gilt als sehr aggressiv und die Hierarchie unter den Geschwistern muss erst mal festgelegt werden.“ Was für Außenstehende spektakulär aussieht, gehört bei den Kuba-Krokodilen zu den normalen Umgangsformen. Aber: „Als Mensch sollte man sich in solche Auseinandersetzungen besser nicht einmischen. Das wissen unsere Tierpfleger.“ Mit einer Hilfe einer Wurzel wurde das Gehege noch interessanter für die Krokos gemacht. So können sich einzelne Tiere auch verstecken. Auch das wirkt deeskalierend.

Die Kroko-Kinder sind inzwischen rasant gewachsen. 18 bis 22 Zentimeter maßen sie beim Schlüpfen vor drei Monaten. „Fidel Castro“, der Älteste, hat bereits eine stattliche Länge von 45 Zentimetern erreicht.
Vom Wachstum hängt auch ab, wie lange die Tiere noch im derzeitigen Terrarium im Schloss gezeigt werden können. Die Zookasse hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, nach der Umstellung auf Winterzeit täglich von 10 bis 16 Uhr.

Im August des Jahres schlüpften im Zoo Hoyerswerda 7 kleine Rautenkrokodile. Die Zoo-Fans haben im September die Namen der Jungtiere gewählt. Und so heißen Fidels Geschwister u. a. Diego, Pedro, Dolores und Juana.

 

Wahlergebnis

Erstmals ist in Deutschland Zucht von Kuba-Krokodilen geglückt Zoom

Angela und Peer landen bei der Wahl weit abgeschlagen hinter Diego und Dolores

Die über 500 Besucher beim Deutschen Zootag am Sonntag im Zoo Hoyerswerda haben gewählt. Für jedes kleine Kuba-Krokodil wurde jeweils ein weiblicher und ein männlicher Name gefunden. Während Angela und Peer recht weit hinten landeten, lagen Diego und Dolores ganz weit vorne in der Wählergunst. Dabei zeigten sich die Zoobesucher alles andere als wahlmüde.  Die Wahlbeteiligung lag bei ca. 95%. Obwohl zahlreiche kleine Erstwähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten, tauchte nicht ein ungültiger Stimmzettel auf.
Das vorläufige, amtliche Endergebnis lautet:

Weibliche Namen

Platz 1 Dolores
Platz 2 Fidelia
Platz 3 Juana
Platz 4 Rosita
Platz 5 Croco Chanel
Platz 6 Carla
Platz 7 Alma

Männliche Namen

Platz 1 Diego
Platz 2 Pedro
Platz 3 Fernando
Platz 4 Antonio
Platz 5 Jorge
Platz 6 Theophil

Die Zucht der seltenen Kuba-Krokodile gelang im Zoo Hoyerswerda deutschlandweit zum ersten Mal. Es mussten für jedes der vor ca. 6 Wochen geschlüpften Kuba-Krokodile zwei Namen ausgewählt werden, da die Geschlechter der Tiere erst später ermittelt werden können. Bisher hatte nur das älteste Jungtier Fidel Castro einen Namen erhalten.

 

Freie Wahlen für Kuba-Krokodile

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Erststimme, Zweitstimme, … Dreizehntstimme.

Und alle dürfen mitmachen.
Unter dem Motto „Freie Wahlen für Kuba-Krokodile“ lässt der Zoo Hoyerswerda am Tag der Bundestagswahl über die Namen der sieben jungen Reptilien abstimmen. Wahlberechtigt sind am 22. September alle Zoobesucher. Eine Altersbeschränkung nach unten gibt es nicht.

Zuvor müssen aber noch Wahlvorschläge eingereicht werden. Aufgerufen sind weltweit alle Freunde des Zoos. Um auf den Wahlzettel zu kommen, müssen die Anregungen bis Sonntag, 15. September 24 Uhr per Post, per Email oder über die Facebook-Seite eingegangen sein.

Jedes Kroko-Baby bekommt einen Jungen- und einen Mädchennamen. „Vorsichtshalber“, sagt zoologische Leiterin Kathrin Witzenberger. Denn das Geschlecht können wir erst bestimmen, wenn die Jungtiere etwas älter sind.“

Am Sonntag, 22. September hat jeder Zoobesucher insgesamt 13 Stimmen. Aus den eingereichten Vorschlägen kann er sieben weibliche und sechs männliche Namen ankreuzen. Denn mit „Fidel Castro“ für den Erstling ist ein Jungenname ja bereits vergeben. Das Wahllokal im Zoo schließt um 16 Uhr, das amtliche Endergebnis wird gegen 17 Uhr auf der Terrasse des Zoorestaurants Sambesi bekannt gegeben.

Wahlvorschläge können unter folgenden Kontaktdaten eingereicht werden:

Zoo Hoyerswerda, Am Haag 20, 02977 Hoyerswerda

zoo@zookultur.de

Facebook:  www.facebook.com/Zoo.HY

Wer zusätzlich zum Namensvorschlag den eigenen Namen mit Adresse (Post oder email) einreicht, nimmt automatisch an der Verlosung von drei Tierrendezvous unter allen Einsendern teil. Die Tierrendezvous werden unter allen Einsendern verlost, unabhängig davon ob der Namensvorschlag ausgewählt wurde oder nicht.

 

„Fidel Castro“ und sechs Geschwister geschlüpft

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Erstmals ist in Deutschland die Zucht der extrem seltenen Rauten-Krokodile geglückt. Die Art lebt in etwa 4.000 Exemplaren ausschließlich in Kuba und ist vom Aussterben bedroht. Ihr Lebensraum sind zwei Sümpfe.

Jetzt sind im Zoo Hoyerswerda sage und schreibe sieben Jungtiere geschlüpft. Die kleinen Echsen wogen nach dem Schlüpfen zwischen 55 und  70 Gramm, waren 18 bis 22 Zentimeter lang.

Tierpflegerin Silke Kühn: „In den vielen Jahren als Tierpflegerin war es das aufregendste Erlebnis. Der erste Name stand schnell fest, denn was würde wohl besser passen für ein Kubakrokodil als Fidel Castro."  Nomen est Omen: Fidel übernahm auch gleich das Kommando über die vielköpfige Geschwisterschar.
Der Kroko-Nachwuchs bekommt eine noble Kinderstube: Das Terrarium mit „Fidel Castro“ und seinen Geschwistern wurde eilig im Foyer des Schlosses eingerichtet. Dort werden sie auch ab Samstag erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Die räumliche Trennung ist beabsichtigt. Nur so kann die Entwicklung der Jungtiere optimal überwacht werden. Vater Jaco, dreieinhalb Meter lang und fünf Zentner (250 kg) schwer und Mutter Primos (3,2 Meter lang, 180 Kilo schwer) leben im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerda. Zoo und Schloss bilden ein gemeinsames Ensemble, so dass die Besucher auch den stolzen Eltern im Tropenhaus eine Stippvisite abstatten können.

Beide sind etwa 35 Jahre alt und seit 1986 in Hoyerswerda. Bevor sie in die Lausitz kamen, begeisterten sie fünf Jahre lang beim Staatszirkus der DDR das Publikum. Dorthin kamen sie direkt aus Kuba. Mutter Primos hat schon mehrfach Eier gelegt, die allerdings bisher nie befruchtet waren.

Dass sich die Echsen mit dem Nachwuchs 26 Jahre Zeit ließen, ist nicht außergewöhnlich. „Krokodile werden bis zu 100 Jahre alt“, sagt Kathrin Witzenberger, zoologische Leiterin. „Da kann man es schon einmal etwas ruhiger angehen lassen.“

Die Zucht von Kuba-Krokodilen ist in Europa vorher überhaupt erst selten geglückt, besonders erfolgreich war bisher der Zoo von Stockholm. Kathrin Witzenberger: „Die skandinavischen Kolleginnen und Kollegen konnten uns mit wertvollen Hinweisen unterstützen, insbesondere in der kritischen Phase der ersten Tage.“ Bisher gibt es kaum wissenschaftliche Erkenntnisse über Fortpflanzung und Aufzucht von Kuba-Krokodilen.

Auch  der Koordinator des Zuchtprogramms für die seltenen Kuba-Krokodile Mike Bungard aus dem Paignton Zoo Environmental Park in England freut sich über den Nachwuchs in Hoyerswerda und gratulierte per Mail zum Zuchterfolg. Da die beiden Elterntiere Direktimporte aus Kuba sind, könnte der Nachwuchs sehr wichtig für die Zuchtpopulation werden.

Carmen Lötsch, Geschäftsführerin der ZooKultur gGmbH: „Die Kuba-Krokodile sind nicht der erste spektakuläre Zuchterfolg in Hoyerswerda. Allein in diesem Jahr kamen ein kleiner Malabar-Hornvogel und ein Mandschuren-Kranich zur Welt. Beides sind extrem seltene Arten. Der Zoo Hoyerswerda trägt damit dazu bei, diese Tiere vom Aussterben zu retten. Wo immer es möglich ist, beteiligt sich der Zoo Hoyerswerda an den Erhaltungszuchtprogrammen für die hier gehaltenen Arten und  kooperiert so mit Zoos in aller Welt.“

Zur Begrüßung gibt es für „Fidel Castro“ und die anderen Baby-Krokodile ab Samstag, den 31.08. ein familienfreundliches Rahmenprogramm in Form eines Kroko-Rundweges mit Elterntieren, Kroko-Kinderstube,  Informationen rund um unsere Stars und gastronomischen Spezialitäten für den großen und kleinen Krokodils-Hunger.

 

Die stolzen Eltern

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Krokodilmännchen Jaco und seine Frau Primos heißen nicht nur Kuba-Krokodil, sie sind tatsächlich waschechte Kubaner. Die beiden wurden 1981 aus einer Zuchtfarm auf Kuba nach Deutschland importiert. Dort waren sie zunächst Stars im Staatszirkus der DDR. Nach fünf Jahren im Showgeschäft haben sie sich hier im Zoo Hoyerswerda zur Ruhe gesetzt. Seitdem genießen sie die Rundumversorgung durch unsere Tierpfleger.

Wie bei Krokodilen üblich, ist Jaco wesentlich größer als die zierliche Primos. Kuba-Krokodile werden im Schnitt 2,5 m lang. Manche erreichen aber bis zu 4 m.
Jedes Jahr umwirbt Jaco seine Primos auf Krokodilart indem er für sie singt. Dabei erzeugt er so tiefe Töne, dass durch die Vibrationen die Wassertropfen auf seinem Rücken tanzen. Die Paarungszeit unserer Krokodile geht meist von Mitte Dezember bis in den Januar hinein. Ungefähr im April legt Primos dann zwischen 20 und 40 Eier, die sie liebevoll im Sand vergräbt.

Dann heißt es höchste Gefahr für unsere Tierpfleger, denn wie alle Krokodilmütter verteidigt auch Primos ihr Nest sehr entschlossen. Die Eier müssen aber aus dem Gehege, damit sie von ihren Eltern nicht aus Versehen platt gedrückt werden. Im Brutkasten können wir ihnen stabile Bedingungen für eine optimale Entwicklung bieten. Wenn die Eier einmal aus dem Gehege raus sind, ist mit Primos auch wieder einigermaßen zu reden.

 

Das „Who is who“ bei der Krokobande

Krokodil ist nicht gleich Krokodil, denn Kuba-Krokodile sind sehr farbenfroh und jedes Tier hat sein eigenes Schuppenmuster. Vor allem die vier großen Schuppen am Rücken und die Unterkiefer sind bei jedem Jungtier anders mit dunklen Punkten verziert. Wer genau hinschaut, kann die Kleinen also gut voneinander unterscheiden.

Fidel steckte seine Nase am 28.07.2013 nachmittags zu ersten Mal aus dem Ei, bis er ganz geschlüpft war, dauerte es aber bis zum nächsten Morgen. Geschlüpft ist er offiziell also am 29.07.2013.

Das zweite kleine Krokodil schlüpfte am 31.07.2013 und rief gleich laut nach seiner Mama.  Es hat deutliche gelbe Flecken rechts und links am Hals.

Das dritte kleine Krokodil hatte noch einige Reste des Dottersacks, die am Ei hingen, deswegen musste es sich etwa einen Tag gedulden, bevor es sich ganz aus dem Ei befreien konnte. Es ist am 01.08.2013 geschlüpft.

Das vierte kleine Krokodil kündigte sich am 05.08.2013 gegen 14 Uhr schon an, richtig geschlüpft war es aber noch nicht. Als unsere Pfleger am nächsten Morgen zur Arbeit kamen, hatte es sich komplett aus dem Ei befreit.

Nummer 5 schlüpfte am 06.08.2013 und konnte sehr schnell zu seinen laut rufenden Geschwistern gesetzt werden. Dieses kleine Krokodil hat jeweils einen gelben Streifen unter den Augen.

Dann passierte erst mal eine ganz Weile gar nichts mehr. Da zwischen dem ersten und letzten Schlupf bereits einige Zeit vergangen war und Krokodiljunge eigentlich alle über einen kleinen Zeitraum hinweg schlüpfen, haben wir beschlossen nachzusehen und wenn nötig Geburtshilfe zu leisten. Und tatsächlich warteten da noch zwei Jungtiere auf Unterstützung, die aber deutlich kleiner und nicht so weit entwickelt waren wie die anderen Jungtiere.

Nummer 6 war schwach und hatte am 10.08.2013 seinen Dottersack noch nicht eingezogen. In den folgenden Tagen hat es sich aber gut entwickelt. Es ist von allen Jungtieren das Dunkelste.

Nummer 7 ist im wahrsten Sinne des Wortes das Nesthäkchen. Es war bei seinem „Kaiserschnitt“ am 10.08.2013 noch sehr klein und deutlich weniger entwickelt als seine Geschwister, ein spätes Frühchen sozusagen.  Aber das Kleine ist ein Kämpfer und hat sich bisher sehr gut entwickelt. Im Vergleich zu seinen Geschwistern ist es sehr hell.

Die beiden Frühchen müssen noch aufholen, bis sie so groß und stark wie ihre Geschwister sind. Sie bleiben zunächst hinter den Kulissen, wo die Pfleger sie genau im Auge behalten können.

 

Kuba-Krokodile – Karibische Seltenheiten

Kuba-Krokodile gehören zu den am stärksten gefährdeten Krokodilarten weltweit. Man findet sie nur noch in zwei Süßwasser Sumpfgebieten auf Kuba. Der gesamte Wildbestand wird derzeit auf etwa 4000 Tiere geschätzt. Die Art war früher einmal deutlich weiter verbreitet, aber Bejagung durch den Menschen und die Trockenlegung und Versalzung ihres Lebensraumes haben die Bestände dramatisch zurück gehen lassen. Problematisch ist auch die Vermischung mit Brillenkaimanen aus Zuchtfarmen und den ebenfalls auf Kuba vorkommenden Spitzkrokodilen.

 

Krokodile in Gefahr!

Ausgewachsene Krokodile haben praktisch keine Feinde mehr. Nur der Mensch hat es geschafft fast alle Arten an den Rand der Ausrottung zu bringen. Vor allem in den letzten 100 Jahren gab es einen riesigen Bedarf an Krokodilleder. Inzwischen wird dank der weltweiten Artenschutzabkommen der Großteil dieses Bedarfs nicht mehr aus Wildpopulationen entnommen, sondern von kommerziellen Krokodilfarmen abgedeckt. Dennoch werden auch heute in weiten Teilen der Erde noch Krokodile gewildert und viele Krokodilprodukte geschmuggelt.
Die Häute werden zu einer Vielzahl von Produkten verarbeitet. Allerdings lassen sich bei erwachsenen Tieren nur wenige Teile der Haut verwenden, der Rest ist für eine Verarbeitung zu hart.
Das Fleisch der Farmkrokodile geht zumeist an lokale Restaurants. Vor allem in Asien findet es reißenden Absatz, da es angeblich eine heilende Wirkung bei diversen Krankheiten hat. In der Traditionellen Chinesischen Medizin nutzt man außerdem die Innereien, die Rückenschilder und andere Teile für medizinische Zwecke.